10 Symptome von Erkrankungen der Nieren, die du kennen solltest

Wenn du diese Symptome an dir (oder anderen) beobachtest, sollte an eine Nierenerkrankung gedacht werden!

Nicht alle Symptome müssen immer bedeuten, dass die Krankheit auch tatsächlich da ist, jedoch sollten gewisse Erscheinungen einen aufmerksam machen. Eventuell liegt ein gesundheitliches Problem vor.

Beobachte dich und deinen Körper regelmäßig, um so bei möglichen Krankheiten schnell reagieren zu können!

Was macht deine Niere eigentlich?



„Die Niere“ an sich tritt immer paarweise auf, weswegen man besser von „den Nieren“ sprechen sollte. Sie befinden sich am unteren Rückenbereich in deinem Bauchraum.

Die Nieren regulieren deinen Wasserhaushalt und sorgen dafür, dass Gifte aus dem Körper ausgeschieden werden. Außerdem kontrollieren sie deinen Elektrolyt-Haushalt und haben Einfluss auf den Blutdruck.

Sie reagieren empfindlich auf eine Ernährung, die zu viel Eiweiß und zu wenig Flüssigkeit enthält. Das ist der Grund, warum heutzutage immer mehr jüngere Menschen an Niereninsuffizienz erkranken:

Ein hoher Eiweißkonsum (Fleisch, Eiweiß-Shakes), gepaart mit falscher Flüssigkeitszufuhr (zu wenig Trinkmenge, Süßgetränke, Eiweiß-Shakes) belasten die Nieren unnötig und schwer.

Nach einem Feiertags-Wochenende mit viel Alkohol (= Giftstoffe, die über die Niere ausgeschieden werden müssen), Grillgut (Fleisch, Eiweiß) und falschen Getränken (Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit!) sind die Nieren ganz schön strapaziert.

Achte darauf, deine Nieren nicht zu sehr zu belasten, um Nierenerkrankungen vorzubeugen!

10 wichtige Symptome erkennen lernen



Weil nicht jeder mit seinem Ernährungsverhalten auf die Nieren achtet, kommt es immer häufiger auch in jungen Jahren zu Nierenerkrankungen.

Da diese oft nicht vermutet werden, ist es immer gut, die Symptome zu kennen und hellhörig zu werden, wenn diese auftreten.

Lasse eine potentielle Erkrankung deiner Nieren unbedingt bei einem Arzt abklären, wenn du folgende Symptome an dir beobachtest:



Veränderter Urin



Verändert sich die Farbe oder der Geruch des Urins, sollten bei dir erste Alarmglocken schrillen.

Wenn du die Veränderung nicht konkret auf den Verzehr bestimmter Lebensmittel (wie zum Beispiel Spargel oder Rote Beete) zurück führen kannst, könnte eine Erkrankung dahinter stecken.

Flüssigkeitsretention



Wenn du ungewöhnlich oft geschwollene Füße, Knöchel oder Finger hast oder das Gefühl hast „aufgequollen“ zu sein, könnte es sein, dass deine Nieren nicht richtig arbeiten und du deshalb Flüssigkeit einlagerst.



Diffuse Schmerzen im unteren Rücken



Wenn du ohne erkennbaren Grund Rückenschmerzen im unteren Bereich hast, könnte das nicht vom Rücken, sondern von den Nieren kommen!

Manchmal spürt man Nierenerkrankungen auch an einem diffusen wunden Gefühl im Inneren im Rückenbereich des Unterleibes.

Erbrechen



Übelkeit und Erbrechen ohne denkbare Ursache wie „verdorbener Magen“ oder „etwas Falsches gegessen“ können ein Hinweis darauf sein, dass die Nieren die Schadstoffe nicht mehr ausscheiden und sich der Körper einen anderen „Ausweg“ dafür sucht.



Mundgeruch



Nicht jeder Mundgeruch weist auf Nierenprobleme hin. Riecht dein Atem aber nach Ammoniak oder wie konzentrierter Urin, ist es „allerhöchste Eisenbahn“, denn damit kündigt sich Nierenversagen an!

Veränderte Urinmenge



Verringert oder vergrößert sich die Menge deines Urins bei gleichbleibender Trinkmenge, so ist dies immer ein Hinweis auf ein größeres Nierenproblem. Unbedingt schnellst möglichst abklären lassen!

Appetitverlust



Bei Nierenproblemen ist der Stoffwechsel gestört und der Körper reagiert mit Appetitverlust. Appetitverlust muss jedoch nicht immer auf die Nieren als Ursache hinweisen, auch andere Krankheiten sind denkbar.



Müdigkeit



Abgeschlagenheit, Mattheit und unerklärliche Müdigkeit können natürlich auch Symptome anderer Gesundheitsprobleme sein, können aber auch auf eine Nierenerkrankung hinweisen.

Veränderter Blutdruck



Bei einer beginnenden Niereninsuffizienz oder auch Nierenversagen steigt auch der Blutdruck an.

Dies wird meist mit anderen Ursachen erklärt, man sollte aber im Hinterkopf behalten, dass dies auch auf die Nieren hindeuten kann. In jedem Falle dann, wenn weitere Symptome zutreffen!

Hautverfärbung



Nicht nur bei Lebererkrankungen verfärbt sich die Haut, auch bei Nierenerkrankungen kann das passieren!

In diesem Fall verfärbt sich die Haut gelb-bräunlich und auch der Geruch, den die Haut ausströmt verändert sich in Richtung Urin…



Wie kann man die Nieren schützen?



Viel trinken ist besonders wichtig! Damit sind kalorienfreie Getränke gemeint wie Mineralwasser und Kräutertees.

Damit stellst du sicher, dass alle Stoffwechselvorgänge richtig ablaufen können und Stoffwechsel-Endprodukte von Leber und Niere wieder gut ausgeschieden werden!

Außerdem ist es gut, auf Alkohol weitestgehend zu verzichten. Die Nieren werden durch Alkoholkonsum gestresst, da Alkohol den Körper austrocknet und ihm Wasser entzieht.

Dies belastet die Nieren und ist unnötig, denn Alkohol gehört nicht zu den Nährstoffen, die der Körper braucht.

Wenig Eiweiß essen schont auch die Nieren. Der heutige Eiweißkonsum liegt weit über dem, was für einen gesunden Menschen optimal ist.

Eiweiß steckt besonders in Fleisch, Wurst, Käse und anderen Milchprodukten, aber auch in Hülsenfrüchten, Fisch und Getreide. Eine Portion von 20 g Eiweiß pro Mahlzeit ist alles, was dein Körper braucht.

Das ist ein kleines Stück Fleisch: so groß wie eine Spielkarte und so dick wie dein Daumen. Mehr nicht. Das reicht. Immer.