6 Gewohnheiten, die zu Schilddrüsenstörungen führen

Die Schilddrüse ist eine Hormondrüse mit der Form eines Schmetterlings. Meist wird ihr erst Beachtung geschenkt, sobald Störungen auftreten. Diese Drüse spielt nämlich eine bedeutende Rolle für die Gesundheit: Sie ist für die Produktion von Hormonen zuständig, die Stoffwechselprozesse regulieren.

Zu den Aufgaben der Schilddrüse zählen folgende: Regulierung der Körpertemperatur, des Herzrhythmus und des Gemütszustandes sowie der metabolischen Rate, welche bestimmt, mit welcher Geschwindigkeit die eingenommenen Kalorien abgebaut werden.

Das korrekte Funktionieren der Schilddrüse ist deshalb für die Allgemeingesundheit ausschlaggebend. Wenn es zu Störungen kommt, kann ein unausgeglichener Hormonhaushalt zu verschiedenen Krankheiten und Beschwerden führen.

Was sind die häufigsten Schilddrüsenkrankheiten?



Frauen erkranken 8 Mal häufiger an Schilddrüsenstörungen als Männer, das Risiko steigt insbesondere ab der Menopause.

Die häufigsten Schilddrüsenstörungen sind:

Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)

Wenn die Schilddrüse zu wenig Hormone produziert kommt es zu einem Ungleichgewicht, das folgende Symptome auslösen kann:

Müdigkeit und Depression

Kältegefühl

Muskelschmerzen

Langsames Denken und Konzentrationsschwierigkeiten

Verdauungsbeschwerden und Verstopfung

Längere und stärkere Menstruation

Plötzliche Gewichtszunahme

Trockene und brüchige Nägel, Haut und Haare

Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

Hier ist genau das Gegenteil der Fall: Die Schilddrüse produziert zu viele Schilddrüsenhormone.

Folgende Symptome können auf diese Störung aufmerksam machen:

Zittern, Nervosität, Reizbarkeit

Wärmegefühl

Beschleunigter und unregelmäßiger Herzrhythmus

Muskelschwäche und Müdigkeit

Häufigere Darmentleerung

Schwächere Regelblutungen

Plötzlicher Gewichtsverlust

Haarausfall

Hervortretende Augen

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Welche Gewohnheiten können Schilddrüsenstörungen fördern?



Schilddrüsenstörungen sind vorwiegend auf Autoimmunerkrankungen, genetische Veranlagung und den Konsum bestimmter Medikamente zurückzuführen.

In verschiedenen Studien konnte jedoch auch ein Zusammenhang zwischen verschiedenen Gewohnheiten und einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenstörungen bestätig werden. Diese haben gleichzeitig direkten Einfluss auf den Stoffwechsel und die Allgemeingesundheit.

Sesshaftigkeit

Der moderne Lebensstil bedeutet für viele langes Sitzen und wenig Bewegung, was ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bedeutet. Bewegungsmangel kann unter anderem auch zu Schilddrüsenstörungen führen, so zum Beispiel zu Hypothyreose.

Was ist die Lösung?

Nimm dir täglich mindestens 30 Minuten für sportliche Aktivitäten Zeit und achte darauf, dass du nicht zu lange sitzt oder liegst.

Übermäßiger Koffeinkonsum

Viele fühlen sich am Morgen erst nach einer Tasse Kaffee ansprechbar, was sogar gesund sein kann. Experten raten jedoch, auf keinen Fall zu große Mengen an Koffein einzunehmen (das nicht nur in Kaffee enthalten ist), da es sonst zu Störungen kommen könnte. Auch Schilddrüsenprobleme könnten auftreten.

Was ist die Lösung?

Vermeide zu viel Kaffee und Tee und bevorzuge Wasser und natürliche Fruchtsäfte.

Alkoholismus

Zu viel Alkohol stört die Schilddrüsenfunktion und kann beispielsweise zu Hypothyreose führen.

Was ist die Lösung?

Vermeide Alkohol so gut wie möglich oder konsumiere diesen zumindest in Maßen.

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Tabakkonsum

Zigaretten enthalten Schadstoffe wie Thiocyanat, welche ernste Schilddrüsenstörungen verursachen können, insbesondere bei jenen Personen, die auch andere Risikofaktoren aufweisen.

Besorgniserregend ist auch, dass bei Rauchern Schilddrüsenprobleme bedeutend schwieriger zu behandeln sind.

Was ist die Lösung?

Falls du rauchst, solltest du versuchen, dieses Laster abzulegen. Damit kannst du deine Lebensqualität deutlich verbessern und deine Gesundheit schützen. Auch Passivraucher sind gefährdet, wenn du Nichtraucher bist, solltest du deshalb versuchen, dich nicht lange in Rauchermilieus aufzuhalten.

Jodmangel

Jodmangel zählt zu den häufigsten Verursachern von Schilddrüsenproblemen, insbesonder Hypothyreose. Jod wird fur die Produktion der Schilddrüsenhormone sowie das korrekte Funktionieren dieser Drüse benötigt.

Was ist die Lösung?

Du solltest mit der Ernährung ausreichend Jod aufnehmen. Jodhaltige Nahrungsmittel sind:

Meersalz

Fisch und Meeresfrüchte

Weiße Bohnen

Knoblauch und Zwiebeln

Milchprodukte wie Joghurt, Milch und Käse

Stress

Die endokrinen Funktionen reagieren auf physischen und emotionalen Stress empfindlich, wenn es zu viel wird, kann es dadurch zu Schilddrüsenstörungen kommen.

Was ist die Lösung?

Lerne Stresssituationen mit Entspannungstechniken zu kontrollieren und führe Aktivitäten durch, die dir Spaß machen!