Deine Kinder haben es nicht verdient, in einer glücklichen Luftblase zu leben

Auch wenn wir denken, dass dies Kindern das Leben erleichtert, ist genau das Gegenteil der Fall: Wenn Kinder nicht lernen, sich der Realität zu stellen, schaden wir ihnen nur.

Wenn du Kinder hast, wirst du alles versuchen, um sie in einem glücklichen Umfeld zu erziehen. Doch leider ist die Realität manchmal hart und grausam. Deshalb ist das Leben in einer glücklichen Luftblase nicht unbedingt die beste Wahl.

Denk daran, dass deine Kinder diese heile Welt früher oder später verlassen müssen.

Es ist ganz normal, dass du deine Kinder vor der Außenwelt schützen möchtest, doch manchmal kann dies auch negative Folgen haben. Vielleicht machst du dein Kind damit zu einer einfachen Zielscheibe, statt zu einer starken Person, die darauf vorbereitet ist, sich in der Zukunft der Realität zu stellen.

Glückliche Kinder in steriler Umgebung



Die Tatsache, dass unsere Kinder immer nur eine heile Welt sehen, dass wir sie in einer glücklichen Luftblase aufziehen, die jedoch nicht real ist, kann dazu führen, dass sie in der Zukunft nicht mit der wahrhaften, grausamen Welt zurecht kommen.



Damit möchten wir nicht sagen, dass das Leben eine schwer zu ertragende Qual ist. Doch man muss auf gewisse Schwierigkeiten vorbereitet sein, um daraus zu lernen, man muss Fehler begehen und Enttäuschungen überwinden können.

Ein glückliches Kind wird sehr enttäuscht sein, sobald es sich bewusst wird, dass nicht alles so ist, wie es dachte. Vergiss das nicht.

Deine Kinder sollten sowohl Gutes als auch Schlechtes experimentieren. Auch wenn dies hart klingen kann, insbesondere für Eltern, die das erste Kind großziehen. Doch mit der Zeit versteht man, dass zu viel Schutz und Behütung nicht gut sind, denn das Kind muss lernen, sich der Welt zu stellen.

Stell dir vor, dass du immer alles ganz einfach bekommen hast, ohne jede Anstrengung. Du hast nie gelernt, was es bedeutet sich zu irren, Fehler zu begehen und zu kämpfen für das, was du liebst.

Versetze dich jetzt in die Situation, in der du dich diesen Dingen stellen musst. Deine Realität war eine andere und jetzt weißt du nicht, was du tun kannst.

Schlüssel für eine Erziehung fürs Leben





Vielleicht ist eine nicht ganz so behütete Kindheit und eine reale Erziehung weitaus besser für unsere Kinder, als sie in einer künstlichen Glücksblase zu belassen.

Mit diesem Ziel und der festen Absicht, unsere Kinder so gut wie nur möglich zu erziehen, sollten wir folgende grundlegenden Aspekte beachten, die uns helfen können:

Lass deine Kinder Fehler begehen, lass sie fallen, lass sie von vorne beginnen

Wenn du immer verhinderst, dass deine Kinder Fehler begehen, dass sie stolpern, ist dies ein großer Fehler. Viele Lektionen im Leben lernt man nur, wenn man fällt. Nimm deinen Kindern nicht die Chance, dadurch zu lernen.

Verabschiede dich von emotionalen Etiketten

Wir haben die Tendenz, alles zu etikettieren. Beziehungen, Emotionen… doch Gefühle sollten nicht als positiv oder negativ klassifiziert werden, alle sind notwendig und wichtig! Euphorie kann in manchen Momenten genauso schädlich sein wie Traurigkeit.

Ermögliche Veränderungen

Die Komfortzone verlassen, Veränderungen durchführen… das ist im Leben sehr wichtig. Es ist zwar richtig, dass Kinder Stabilität benötigen, doch sie müssen auch darauf vorbereitet sein, sich Ungewissem zu stellen und Veränderungen zu akzeptieren, denen sie ausgesetzt sind.

Verstecke nie die Wirklichkeit

Die Wirklichkeit zu verschönen ist ein Fehler, damit erreichen wir nur, dass unsere Kinder blind werden und nicht sehen, was in der Realität passiert. Wir müssen dies verhindern, denn damit schaffen wir nur künstliche Glücklichkeit.

Unabhänigkeit fördern

Du solltest deine Kinder nie von dir abhängig machen, ganz im Gegenteil. Wenn du die Unabhängigkeit förderst, erlaubst du deinen Kindern, Verantwortung zu übernehmen, was ihnen in der Zukunft helfen wird.

Die Angst der Eltern, ein schlechter Weggeselle



Wenn du all diese Empfehlung für die Erziehung von Kindern liest, denkst du dir sicher, dass das ganz einfach ist. Doch in der Praxis ist alles viel komplizierter. Warum ist das so? Was geht im Gehirn der Eltern vor?



Wir haben Angst. Angst, dass unsere Kinder nicht wissen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, Angst, dass unsere Kinder leiden. Das Problem ist jedoch, dass diese Angst für die Kinder nicht gut ist, sie macht sie zu schwachen Personen, die Probleme in der Zukunft nicht zu meistern wissen.

Es ist notwendig, Kinder allmählich in die reale Welt einzuführen, ohne diese zu verschönen, ohne falsche Erwartungen. Es ist wichtig, dass sie wissen, was sie erwartet und dass sie sich darauf vorbereiten können.

Wenn wir unseren Kindern nicht zeigen, wie man sich in der realen Welt behaupten kann, werden sie später, wenn sie es brauchen, nicht wissen, was sie tun können. Deshalb ist es wichtig, mit ihnen kleine Schritte zu gehen und sie aus der glücklichen Luftblase zu befreien, die ihnen nur schadet.

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