Gehen: die beste Übung für Körper und Geist

Gehen kann sehr vorteilhaft sein, wenn man diese Aktivität an die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten anpasst. Eine halbe Stunde täglich reicht bereits, um die kardiovaskuläre Gesundheit zu verbessern und sich von Stress zu befreien.

Gehen kostet nichts, ist jedoch für unsere Seele sehr bereichernd, befreit den Geist und schützt unseren Körper. Nur wenige Übungen wirken so therapeutisch und sind in jedem Alter so gut geeignet wie der tägliche Spaziergang.

Die European Society of Cardiology informiert, dass man bereits mit einem täglichen 20-minütigen Spaziergang die Herzgesundheit schützen und das allgemeine Wohlbefinden deutlich verbessern kann. Sie stellt sogar fest, dass man damit das Leben um 3 bis 7 Jahre verlängern kann!

Warum also nicht täglich einen Spaziergang genießen? Du benötigst dazu nur gute Turnschuhe und eine angenehme Umgebung, wo du in Ruhe gehen und deinen Körper mit frischer Luft versorgen kannst. Auf dem Land ist es ideal, doch auch eine grüne Parkanlage dient diesem Zweck.

Wir geben dir heute fünf gute Gründe, warum auch du damit beginnen solltest, täglich ein Weilchen zu gehen.

Gehen ist ein ausgezeichnetes Mittel gegen Stress



Du solltest dir darüber bewusst sein, dass Stress, die tägliche Routine und negative Gedanken zu den größten Feinden der Gesundheit zählen.

Die alleinige Tatsache, dass man täglich die gleiche Routine immer und immer wieder vollzieht und so das Gehirn „automatisiert“, ist deshalb schädlich, da es nichts Gefährlicheres gibt als ein Gehirn ohne Herausforderung und ohne Ruhe.

• Gehen bedeutet, ein Weilchen ohne Druck, ohne Verpflichtungen zu verbringen, nur mit einer Flasche Wasser ausgerüstet, ist dies eine mentale Befreiung, für die dein Gehirn dankbar sein wird.
• Gedanken werden dabei relativiert, die Zellen mit Sauerstoff versorgt und plötzlich verliert das Leben die Steife und du fühlst dich frei.
• Gehen hilft dir, deine emotionalen Bedürfnisse zu finden. Dadurch kann ein interner, befreiender Dialog stattfinden, der viele Gehirnstrukturen entspannt und von Stress befreit.



Gehen macht uns kreativer und hilft, neue Lösungen für Probleme zu finden



Das kann erstaunlich klingen, doch eine so einfache Aktivität, die uns in ein neues Umfeld bringt, das Herz aktiviert und das Gehirn mit Sauerstoff versorgt, fördert die Ausschüttung von bestimmten Neurotransmittern, was sehr positive Folgen hat:

• Der Cortisolspiegel wird regulert (je mehr Cortisol, umso mehr Stress, doch wenn der Cortisolspiegel ausgeglichen ist, sorgt dieser für Motivation und Energie).
• Die Neurochemie der vorderen Hirnrinde wird neu organisiert. Dieser Bereich ist für Pläne und Ziele verantwortlich. Neue Ideen werden gefördert, da man sich durch das Gehen emotional entspannt.
• Darüber hinaus ist nicht zu vergessen, dass sich die meisten Personen immer im selben Umfeld bewegen und der Bewegungsraum meist sehr reduziert ist. Auch deshalb wirkt Gehen in freier Natur befreiend.
• Wenn man draußen in der Natur geht, nimmt man Gerüche, Sensationen und neue visuelle Anreize auf. Ein entspanntes Gehirn, das von angenehmen Dingen stimuliert wird, hat die Fähigkeit, neue und bessere Ideen zu fassen.

Wenn du dich also irgendwann von einem Problem gefesselt oder unterdrückt fühlst, weißt du jetzt was dir helfen kann: Gehe eine Runde an der frischen Luft!



Gehen fördert die Herzgesundheit



Es ist nicht notwendig, zu laufen oder besonders schnell zu gehen. Wenn du deinen Körper von einem Tag auf den anderen überforderst, weil er nicht daran gewöhnt ist, bringt dies nur Probleme.

• Genieße einen normalen Spaziergang, ohne dabei zu schnell zu laufen. So wirst du dabei nicht übermäßig müde und zwingst dein Herz trotzdem, aktiv zu werden. Dadurch verbessert sich die Durchblutung und die Körpergewebe werden mit mehr Sauerstoff versorgt.
• Durch die bessere Sauerstoffversorgung, wird auch der Blutzuckerspiegel reguliert.
• Durch das Gehen kannst du dein Körpergewicht besser halten und Übergewicht oder Fettleibigkeit vorbeugen.
• Du verbesserst gleichzeitig dein Immunsystem und leitest Schadstoffe aus, die zu Krankheiten führen könnten. Auch der Einlagerung von Flüssigkeit im Gewebe kann damit vorgebeugt werden.


Gehen ist auch für die Knochen gesund



Eine der größten Gefahren von Bewegungsmangel ist eine verminderte Knochengesundheit. Wer aufgrund seiner Arbeit 8 – 12 Stunden täglich sitzt, kann mit der Zeit verschiedenste Beschwerden und Gesundheitsrisiken verzeichnen:

• Steife Gelenke
• Fehlende Muskelelastizität
• Fettansammlung, die auch die Knochen belastet
• Die Knorpel werden schwächer und verlieren an Elastizität

Natürlich kann man bei Rücken- oder Knieverletzungen nicht lange gehen. In vielen Fällen können jedoch beispielsweise 10 Minuten auf einem Laufband eine gute Therapie darstellen, denn so kann man sicher auf glattem Untergrund gehen.



• Bei Knochenbeschwerden müssen die speziellen Bedürfnisse beachtet werden, um Verletzungen zu verhindern. Das heißt nicht, dass man auf die gesunde Gewohnheit des Gehens ganz verzichten muss. Ein Experte kann in diesem Fall helfen, die beste Möglichkeit zu finden.
• Wer jeden Tag 20 Minuten geht, schützt sich vor dem Verlust von Knochenmasse und Entkalzifizierung.
• Beim Gehen an frischer Luft wird gleichzeitig wichtiges Vitamin D produziert, das für die Muskelkoordination erforderlich ist und das Risiko für Knochenbrüche reduziert.

Die therapeutische Aktivität des Gehens verbessert ebenfalls die Verteilung der Nährstoffe im ganzen Körper, denn damit wird die Durchblutung aktiviert.

Und, wie schaut´s bei dir aus? Hast du deinen täglichen Spaziergang schon hinter dir? Wenn ja, weißt du sicher, dass es sich lohnt!

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