Hypothyreose: Erste Anzeichen bei Frauen

Die Hypothyreose, die Schilddrüsenunterfunktion, ist zwar eine chronische Erkrankung, kann jedoch durch eine adäquate Behandlung, eine gesunde, angepasste Ernährung und etwas körperliche Aktivität soweit unter Kontrolle gebracht werden, dass der Patient ein normales Leben führen kann

Hypothyreose ist der medizinische Fachbegriff für eine Unterfunktion der Schilddrüse, eine Problematik, die in der Mehrzahl Frauen betrifft.

Die Ursachen für eine Hypothyreose können unterschiedlicher Art sein, meist ist jedoch eine Autoimmunerkrankung für die Funktionseinschränkung der hormonellen Drüse verantwortlich. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren oder erworben sein.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und ein entsprechendes Monitoring, wenn die Unterfunktion festgestellt wurde, sind entscheidend für Prophylaxe und Therapie der Erkrankung.

Gedächtnisstörungen, Konzentrationsprobleme und allgemeine Erschöpfung sind Symptome, die nicht nur durch Arbeits- und Alltagsstress bedingt, sondern durchaus auf eine Hypothyreose zurückzuführen sein können.

Die kleine Drüse, die sich im Halsbereich befindet, spielt eine wesentliche Rolle in der Regulation von Stoffwechsel und Wachstum. Ihre Hormone steuern zahlreiche biochemische Abläufe in den Zellen des Körpers, sorgen dafür, dass immer ausreichend – jedoch nie zu viel – Energie zur Verfügung steht. Oft werden wir erst auf die Schilddrüse aufmerksam, wenn sie beginnt, Probleme zu bereiten.



Folgende Symptome können auf eine Hypothyreose hinweisen:

• Appetitlosigkeit
• Müdigkeit
• Gewichtszunahme
• trockene, raue Haut und brüchige Nägel
• Haarausfall
• Kälteintoleranz
• Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
• Stimmungsschwankungen und Depression

Da die einzelnen Symptome der Hypothyreose nicht immer zeitgleich auftreten und sie zudem nicht sehr spezifisch sind, basiert die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion auf labormedizinischen Tests. Die Resultate derartiger Untersuchungen lassen häufig auch eine Abklärung der Ursache zu.

Autoimmun bedingte Schilddrüsenunterfunktionen sind sehr häufig. Hierbei handelt es sich um Erkrankungen, bei denen das Immunsystem der Patienten körpereigene Strukturen angreift, in diesem Fall die Schilddrüse. Diese synthetisiert ihre Hormone dann nur noch in eingeschränktem Maße, was der gesamte Körperstoffwechsel zu spüren bekommt.

Weitere Ursachen für Hypothyreosen sind Funktionseinschränkungen nach operativer Gewebeentfernung oder Bestrahlung. Auch Entzündungen sind denkbar, jedoch selten. Viele Hypothyreosen können keiner eindeutigen Ursache zugeordnet werden und werden daher als idiopathische Erkrankungen eingestuft.

Wie wird die Hypothyreose behandelt?





Heutzutage ist eine Schilddrüsenunterfunktion recht gut therapierbar. Besteht eine eindeutige Ursache, die beseitigt werden kann, ist dies natürlich anstrebenswert. Im Übrigen werden die fehlenden Schilddrüsenhormone medikamentell ersetzt. Die Dosis sollte dabei so hoch wie nötig, allerdings auch so niedrig wie möglich gehalten werden und muss für jeden Patienten individuell gefunden werden.

Jedoch haben auch diese Medikamente Neben- und Wechselwirkungen, sodass dem Arzt unbedingt mitgeteilt werden muss, wenn andere Erkrankungen vorliegen oder andere Medikamente eingenommen werden.

Krankheiten, die die Lungen oder das Herz-Kreislauf-System betreffen, sind hierbei besonders erwähnenswert. Als weiteres Pharmakon, zu dem Wechselwirkungen auftreten können, ist die Anti-Baby-Pille zu nennen. Zwar sind derartige Wechselwirkungen sehr selten, aber der Arzt sollte Bescheid wissen.



Die ärztlichen Empfehlungen zur Therapie einer bestehenden Hypothyreose sind unbedingt einzuhalten. Allerdings kann die medikamentelle Behandlung durch eine entsprechende Ernährung begleitet und unterstützt werden. Auch der ausreichende Konsum von Wasser hilft dem Körper, auf die Schilddrüsenunterfunktion zu reagieren.

Körperliche Aktivität spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Gesunderhaltung des Körpers. Sport hilft, das Blut mit Sauerstoff anzureichen und regt generell die Durchblutung an. Davon profitieren Menschen, die an einer Hypothyreose leiden, besonders.

Natürliche Heilmittel aus der heimischen Küche



Du kannst versuchen, die Beschwerden, die mit einer Hypothyreose einhergehen, durch natürliche Heilmittel etwas zu lindern. So unterstützt du den Heilungsprozess und wirst dich besser fühlen. Folgende Lebensmittel können zum Einsatz kommen:

Bohnenwasser



Bohnen enthalten Vitamin B3, auch Niacin genannt, das die Synthese von Steroidhormonen in den Nebennieren reguliert. Diese Hormone, zu denen etwa Cortisol zählt, werden stressbegleitend ausgeschüttet und bringen den Körper aus dem Gleichgewicht.

Der Konsum von Bohnen trägt dazu bei, die Blutspiegel dieser Hormone in gesunden, niedrigen Bahnen zu halten.

Zubereitung

Weiche die Bohnen über Nacht ein und koche sie am nächsten Tag für 30 Minuten, damit ihre wertvollen Inhaltsstoffe in das Wasser übergehen.

Art des Verzehrs

Trinke jeweils morgens eine halbe Tasse dieses Bohnenwassers, über zwei Wochen. Lasse deinen Körper dann zwei Wochen ausruhen, bevor du eine neue Kur beginnst. Beobachte, wie dein Körper reagiert und wie du dich fühlst.

Honig und Polei-Minze





Beide Lebensmittel wirken hervorragend bei Hypothyreose. Sie liefern dem Organismus wichtige Mineralstoffe wie Kalium und Eisen.

Zubereitung

Gib in eine Tasse mit warmem Wasser ein paar Blätter Minze und etwas Honig.

Art des Verzehrs

Trinke diesen Aufguss jeden Morgen, am besten nach dem Frühstück, dann fällt er nicht so schwer auf den Magen.

Algen und Tang





Blasentang und Braunalgen, auch Fucus und Kelp genannt, enthalten wertvolles Jod. Die Synthese der Schilddrüsenhormone kann ohne Jod nicht stattfinden, weshalb es bei Hypothyreose besonders wichtig ist, auf eine ausreichende Jodzufuhr zu achten.

Zusätzlich liefern diese Meerespflanzen noch weitere Mineralstoffe, darunter Kalium, Calcium und Eisen. Sie unterstützen die medikamentelle Therapie und die Absorption der vom Arzt verschriebenen Wirkstoffe.

Art des Verzehrs

Diese Algen können entweder zu Salaten hinzugegeben oder dampfgegart werden. Es gibt wirklich viele Möglichkeiten, sie Teil unserer Diäten zu machen.

Jährlich wird bei tausenden Menschen eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Wenn du nicht betroffen bist, dann ist es jetzt an der Zeit, prophylaktische Maßnahmen einzuleiten, sich gesund zu ernähren und ausreichend zu bewegen. Falls du an einer Hypothyreose leidest, folge den Anweisungen deines Arztes, sprich mit ihm über deine Diät und sorge ebenfalls für ausreichend Bewegung.