Ratschläge und natürliche Heilmittel gegen Reflux

Gastroösophagealer Reflux, oder kurz Reflux bzw. Rückfluss, ist eine sehr häufig auftretende Krankheit.

Reflux bedeutet ein Rückfluss des Mageninhaltes in die Speiseröhre. Wenn dir das bekannt vorkommt, empfehlen wir dir, unseren heutigen Beitrag zu lesen.

Hier erfährst du Wissenswertes zum Thema und findest verschiedene Heilpflanzen, die dieses Leiden lindern können.

Ursachen



Wenn die Magensäure durch den Ösophagussphinkter in Richtung Speiseröhre zurückfließt (z. B. beim Erbrechen), verspüren wir Schmerzen am Brustbein und Säure im Hals.

Reflux wird auch von folgenden Beschwerden begleitet:

Aufstoßen
Sodbrennen
Regurgitation (Rückfluss des Mageninhaltes)

Außer den herkömmlichen Symptomen, können bei ständigem Reflux folgende Symptome auftauchen:

Halsentzündung
Heiserkeit
Hustenanfälle
Halsschmerzen

Die häufigste Ursache für Reflux ist eine Schwächung des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre (Ösophagussphinkter).

Dieser Muskel öffnet und schließt sich, um einerseits die Nahrung in den Magen einzulassen und andererseits einen Rückfluss zu verhindern. Wenn wir etwas einnehmen wird dieser geöffnet, danach schließt er sich automatisch, damit die Nahrung nicht zurückfließt.

Schwächt sich dieser Muskel ab, kann ein Teil des Mageninhaltes wieder zurück in die Speiseröhre gelangen und Sodbrennen und Übersäuerung verursachen.

Faktoren, die eine Schwächung des Schließmuskels auslösen:

Hiatushernie
Fettleibigkeit
Schwangerschaft
Schnelle Nahrungsaufnahme

Reflux sollte verhindert werden, um ernstere Komplikationen auszuschließen, wie z. B. Geschwüre oder das sogenannte Barrett-Syndrom, das durch eine chronische Reizung der Hals- und Speiseröhrenschleimhäute ausgelöst wird.

In manchen Fällen kann dies auch zu Krebs in diesem Bereich führen.

Lesetipp: Erkrankungen der Speiseröhre – häufigste Symptome

Wie kann vorgebeugt werden?



Wenn du an Reflux leidest empfehlen wir die folgende Tipps:

Weniger essen

Wenn deine Mittags- und vor allem die Abendmahlzeiten sehr üppig und fettreich sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du an Reflux leidest sehr hoch.

Gehe nicht gleich nach dem Essen ins Bett

Diese Regel gilt sowohl für die Nachtruhe, als auch für das Nachmittagsnickerchen. Wenn du dich mit vollem Magen hinlegst, förderst du damit den Rückfluss.

Warte mindestens 1 Stunde sitzend, bevor du schlafen gehst.

Schlafe mit erhöhtem Kopf

Du kannst mehrere Kopfkissen oder Bettstützen, die das Bett etwas erheben, verwenden. Wenn sich der Kopf unter der Magenhöhe befindet, kann sich der Sphinkter öffnen und Mageninhalt oder -säure durchlassen.

Meide Zigaretten, Kaffee und Alkohol

Nikotin greift den Magen an, schadet den Schleimhäuten und entspannt den Schließmuskel.

Koffein und Alkohol haben die gegenteilige Wirkung, sie stimulieren den Schließmuskel, der sich nicht entspannen und schließen kann.

Achte auf dein Körpergewicht

Nicht nur aus Schönheitsgründen sollten wir auf unser Gewicht achten. Eine übermäßige Fettansammlung am Bauch übt höheren Druck auf den Magen aus, was die Öffnung des Sphinkters auslöst.

Meide flüssige Gerichte

Shakes, Säfte, Suppen, Brühen oder Smoothies sind bei Reflux nicht angebracht, da sie die Situation verschlimmern können.

Beim Essen nicht trinken

Auch wenn es lauwarmes Wasser ist. Es ist besser (30 Minuten) vor dem Essen zu trinken. Zwischen den Mahlzeiten kannst du so viel trinken, wie du wilslt.

Verzichte auf Nahrungsmittel, die Reflux auslösen

Verzichte auf folgende Nahrungsmittel:

Wurstwaren
Butter
Margarine
Sahne
Cremes
Snacks
Pommes
Pizza
Rotes Fleisch
Kekse
Backwaren
Hamburger
Würstchen

Die besten Naturheilmittel gegen Reflux



Diese Hausmittel können dir bei Reflux helfen:

1 Handvoll rohe Mandeln am Tag, um den pH-Wert des Magens zu regulieren.
60 ml Aloesaft, um Schäden am Ösophagus zu vermeiden.
1 Glas lauwarmes Zitronenwasser morgens noch auf nüchternen Magen, um den Säurehaushalt zu stabilisieren.
1 roter Apfel nach einer üppigen Mahlzeit.
1 Tasse Kamillen- oder Pfefferminztee zur Magenentspannung.
Pfefferminzkaugummi zur Erhöhung der Speichelbildung und Säurereduzierung.
1 Tasse Ingwertee zum Schutz des Magens und zur Vorbeugung gegen Geschwülste.
1 Tasse Löwenzahntee für eine bessere Verdauung und gegen Übersäuerung.
Verwende Kurkuma als Gewürz für deine Gerichte, um die Verdauung zu verbessern.
1 EL Eibischwurzel in 1 Glas Wasser aufgelöst für eine momentane Linderung des Sodbrennen oder der Übersäuerung.
Etwas Süßholz (in Tablettenform) nach jeder Mahlzeit, um Verdauungstörungen zu vermeiden.

Lies auch: Die richtige Ernährung bei Reflux